Käthe-Kollwitz-Schule

Berufsvorbereitende Bildungsgänge in Teilzeit - Eine gute Chance

Die Schulform Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung in Teilzeitform wird an der Käthe-Kollwitz-Schule in Kooperation mit den Bildungsträgern Internationaler Bund (IB), GWAB und Königsberger Diakonie angeboten.

  • Das Ziel dieser Schulform ist es, Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund von biografischen und/oder gesellschaftlichen Bedingungen ihren Platz auf dem Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt noch nicht gefunden haben, weiter zu unterstützen bzw. sie wieder neu zu motivieren.
  • Die Schüler/innen nehmen an unterschiedlichen Qualifizierungs-, Beschäftigungs- oder Lehrgangsmodulen teil, die die Ausbildungsberater/innen der Arbeitsagentur und der Lahn-Dill-Arbeit für zielbringend erachten. Ein wichtiger Bestandteil dieser Maßnahmen sind Betriebspraktika, die durch die Mitarbeiter/innen des Internationalen Bundes und der Königsberger Diakonie begleitet werden. Sie bieten zum einen den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Berufe zu erkunden und Berufserfahrungen zu erwerben, zum anderen haben sie auch zum Ziel, Betriebe zu gewinnen, die die Schüler/innen in den angestrebten Berufen ausbilden.
  • In Anlehnung an das duale System ist der Berufsschultag ein elementarer Bestandteil im Wochenplan dieser Maßnahmen. Manche Schüler/innen wollen noch Schulabschlüsse erwerben, andere müssen an schulisches Lernen nach langen Unterbrechungen wieder herangeführt werden, eine weitere Untergruppe bilden die Schüler/innen, bei denen die Erweiterung und Vertiefung der Deutschkenntnisse im Vordergrund steht, und einige müssen vorhandenes Können nur auffrischen und erweitern.
  • Auf dem Stundenplan stehen Mathematik, Deutsch, Englisch (beim Anstreben des qualifizierenden Hauptschulabschlusses), Politik und Wirtschaft sowie berufsbezogener Unterricht.
  • Das Interessante an diesen Klassen ist die Vielfalt der Erfahrungen und persönlichen Voraussetzungen, die die Schüler/innen mitbringen. Manche sind hier geboren, andere kommen aus den verschiedensten Ländern und leben schon unterschiedlich lange in Deutschland. Sie haben Förder-, Sek.I-, Sek.II- oder berufliche Schulen besucht. Sie wohnen allein, in Wohngruppen oder noch bei ihren Eltern – und manche sind selbst schon Eltern. Manche können über ganz außergewöhnliche Lebensläufe (oft mit schwierigen Kindheiten) berichten und manche kommen aus ganz behüteten Familienverhältnissen. Sie haben sehr unterschiedliche Einstellungen zur Schule und zu den einzelnen Fächern. Der Berufsschultag, der über ein gemeinsames Lernen in den Fächern auch ein Voneinander-Lernen in den Einstellungen und Herangehensweisen ermöglicht, ist daher ein wichtiges Angebot.