Käthe-Kollwitz-Schule

Internationaler Austausch an der Fachschule für Sozialwesen

Europäische Erasmuspartner zu Besuch an der Käthe-Kollwitz-Schule

Seit mehr als 15 Jahren arbeitet die Käthe-Kollwitz-Schule, Fachschule für Sozialwesen mit internationalen Praxisstellen im europäischen Ausland zusammen. Die Studierenden erleben im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher die Praxiszeit im Ausland als eine große Bereicherung und Unterstützung.

Erstmalig konnte die Käthe-Kollwitz-Schule in diesem Jahr den mehrtägigen Besuch der internationalen Erasmus Partner aus Groß-Britannien, Schweden und Italien organisieren. Leiterinnen und sozialpädagogische Fachkräfte aus den oben genannten Ländern kamen zu einem intensiven und sehr inspirierenden Austausch mit den Kolleginnen der Fachschule,  Frau Sigrid Weimer, Stadt Wetzlar  und Frau Petra Wißemborski, Gemeinde Waldsolms als Vertreterinnen des Fachschulbeirates, der Abteilungsleiterin Frau Gaby Schaefer und der Schulleiterin Frau Inge Denninghoff vom 1. bis zum 4. März 2017 zusammen. Die Praxisstellen im Ausland stellten sich mit ihren spezifischen pädagogischen Konzepten vor und konnten dann im Kontext des Ausbildungskonzeptes an der Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik ausgetauscht und diskutiert werden.

Neben den interessanten Praxisbeispielen aus dem Ausland konnten die internationalen Gäste in zwei Kindertagesstätten vor Ort die nationalen pädagogischen Konzepte in der Praxis erleben. Die städtische Kindertagesstätte Naunheim hat sich mit ihrem offenen Konzept, mit ihren Schwerpunkten wie z.B. Reggio-Pädagogik und dem Bewegungsangebot sehr kompetent und anschaulich vorgestellt. Der Waldkindergarten Rechtenbach der Gemeinde Hüttenberg konnte den internationalen Gästen einen wunderbaren Eindruck in den Bereich der Naturpädagogik vermitteln.

Die internationalen Gäste waren sehr inspiriert und beeindruckt von der hohen Fachlichkeit, die sie in den Einrichtungen erleben durften. In der Feebackrunde haben die ausländischen Fachkräfte besonders die hohe Fachlichkeit der nationalen sozialpädagogischen Fachkräfte hervorgehoben.

      Die Gäste waren darüber hinaus beeindruckt von den Netzwerken und Kooperationspartner der Fachschule für Sozialwesen, die zum Erfolg der Ausbildung auf einem hohen Niveau maßgeblich beitragen.

      Neben den Hospitationen in der Praxis konnten die Gäste auch in einen intensiven Austausch mit den Studierenden kommen die im kommenden Herbst in das Auslandspraktikum gehen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit in eine anregende Diskussion zu den gegenseitigen Erwartungshaltungen und Zielvorstellungen zum Praktikum zu kommen. Die besondere Herausforderung dabei war unter anderem die Tagungssprache Englisch, die von den Studierenden jedoch sehr gut bewältigt werden konnte.

      Der persönliche Austausch zwischen den Studierenden und den zukünftigen Praxisbetreuern im Ausland nimmt sicher viele Befürchtungen und Hemmungen und schafft Freude für das zukünftige Lernen und Arbeiten in der neuen Umgebung.  

      Es war eine wirklich intensive Erfahrung für die Studierenden, von der sie beruflich und persönlich profitieren. Nicht zuletzt profitieren aber auch zukünftige Arbeitgeber durch die interkulturellen und internationalen Erfahrungen zukünftiger Fachkräfte.

Neben den sozialpädagogischen, fachlichen Themen konnten die internationalen Gäste die Stadt Wetzlar mit einer wunderbaren Stadtführung erleben. Der Besuch bei Leica rundete den Eindruck kulinarisch als auch künstlerisch sehr gut ab.

Zukünftig plant die Käthe-Kollwitz-Schule diese internationalen Kontakte und Kooperationspartnerschaften weiter auszubauen. Dies entsprach auch dem unbedingten Wunsch der internationalen Gäste, die nach dieser Tagung weiterhin in einem engen Kontakt bleiben wollen.

Denkbar wäre sicher auch mal ein Austausch von ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern mit internationalen Praxisstellen, um den eigenen Horizont und das eigene Fachwissen zu erweitern. Nachhaltigkeit erfolgt immer dann, wenn sich eigene Kompetenzen im Kontext von Austausch und Bestätigung weiter entwickeln.

Wenn man eigene Ideen mit Anderen teilt erfährt jeder eine Bereicherung.

Der europäische Gedanke an Zusammenarbeit und Partnerschaft konnte hier in einem kleinen Rahmen gelebt und umgesetzt werden. Unabhängig und entgegen einiger unerwünschter politischer Entscheidungen wurde hier ein wichtiger Beitrag zum europäischen Gedanken durch die Initiative der Käthe-Kollwitz-Schule geleistet.